Als Bedruckbarkeit bezeichnet man die Fähigkeit des Papiers, Abbildungen störungsfrei, scharf und ohne Farbverlagerung wiederzugeben.
Die Bedruckbarkeit resultiert aus dem Zusammenspiel verschiedener papierbezogener Faktoren, die dazu beitragen, dass das Qualitätspotenzial des Papiers im Druckprozess ausgeschöpft wird. Parameter für die Bedruckbarkeit sind vor allem Eigenschaften, die einen Einfluss auf die optische Qualität eines Druckprodukts haben. Bedruckbarkeit ist nicht gleich Druckqualität, weil die Druckqualität auch von anderen Faktoren aus der Drucktechnik bestimmt wird.
Im Folgenden werden wir einige grundlegende Tests zur Prüfung der Bedruckbarkeit vorstellen.
Mottling-Test
Mottling (wolkiger Ausdruck) bezeichnet den Aspekt des ungleichmäßigen Aussehens eines bedruckten Papiers, die Fleckenbildung in Vollflächen oder Rasterflächen. Zur Prüfung der Fleckenbildung wird der Mottling-Test in der laufenden Papierproduktion durchgeführt. Dabei wird ein Papiermuster mittels eines Labordruckgeräts bedruckt und dann visuell und mit Hilfe der objektiven Messung mittels DOMAS-Bilderkennungs-Software beurteilt. Es gibt auch andere Verfahren, bei denen die Druckfarbe manuell aufgetragen wird.

Das Volltonmottling wird in der laufenden Papierproduktion mit Cyan getestet. Die subjektive Bewertung erfolgt nach einer Skalierung von 2 (gut) bis 8 (schlecht).
Wegschlag-Test
Das Wegschlagverhalten beschreibt die Fähigkeit des Papiers, in der Druckfarbe enthaltene Mineralöle zu absorbieren.
Der Wegschlag-Test wird üblicherweise mit Probedruckmaschinen der Firmen IGT oder Prüfbau durchgeführt. Dazu wird eine spezielle Testfarbe auf ein Papiermuster aufgedruckt, das dann mit einem unbedruckten Papiermuster nach 30, 60 und 120 Sekunden mit hohem Druck zusammengepresst wird, um das Gewicht des Papierstapels auf die unteren Bogen zu simulieren (170 N/cm). Je nach Absorptionsgrad wird überschüssige Farbe auf das unbedruckte Papier übertragen. Je mehr Lösemittel das Papiermuster absorbiert hat, desto weniger Druckfarbe wird übertragen. Anschließend wird gemessen, wie viel Farbe nach einer bestimmten Zeit übertragen wird. Das Wegschlagverhalten ist wesentlich für eine konstante
Leistung des Papiers im Druckprozess.
