Verarbeitungseigenschaften

Von besonderer Bedeutung für die Weiterverarbeitung sind das Falzverhalten und das Strichbrechen. Diese Eigenschaften werden mittels spezieller Testverfahren geprüft. Das dient vornehmlich der Produktentwicklung.

Rillen und Falzen, Falzbrechen

Messen der Restbruchfestigkeit beim Falzbrechen

Für die Erzielung des Messwertes der Restbruchfestigkeit eines Papiers werden die thermische Beanspruchung in der Trocknungseinheit sowie die Weiterverarbeitungsprozesse nach dem Bedrucken nachgestellt.

Dazu werden unbedruckte Papierstreifen (1) im erhitzten Zustand vorgefalzt bzw. gerillt (2) und gefalzt (3). Die anschließende Messung der verbleibenden Zugkraft der gefalzten Prüfstreifen (4) ergibt den Messwert der Restbruchfestigkeit (5).

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Strichbrechen

Die Einflussfaktoren auf das Strichbrechen sind vielfältig. Sie liegen zum einen in der Papierherstellung, wie Stoffzusammensetzung, Art und Zusammensetzung der Fasern, Elastizität, Trocknungsvorgang in der Streichmaschine, Verbindung zwischen Rohpapier und Strichschichten, um nur die wichtigsten zu nennen.

Zum anderen haben ebenso verschiedene Faktoren in der Druckerei und Buchbinderei wichtigen Einfluss auf das Strichbrechen, wie z. B. klimatische Bedingungen (Luftfeuchte), richtiges Rillen auf der gegenüberliegenden Seite zur gezielten Überdehnung des Papiers, Falz parallel zur Papierlaufrichtung, etc.

Um der Druckerei eine hohe Produktionssicherheit in puncto Papierqualität zu geben, wird das Strichbruchverhalten untersucht. Dazu werden Papiere mit 100 % schwarzem Vollton bedruckt. Anschließend erfolgt das definierte Falzen der Prüfstreifen parallel zur Faserlaufrichtung.

Jetzt folgt die optische und messtechnische Beurteilung der Verbindung zwischen Druckfarbe am Papier an der Falzaußenseite: Je höher der Anteil des schwarzen
Flächenanteils ist, desto weniger Strich ist gebrochen.

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Bedruckung mit schwarzem Vollton

 Beurteilung