Erfolg oder Misserfolg Ihrer Präsentationen hängt von vielen verschiedenen Faktoren und Einflüssen ab. Nicht alle sind planbar.
Aus der Fülle der wesentlichen Fragen haben wir Ihnen hier zwei Punkte aufbereitet, denen wir entscheidende Bedeutung beimessen:
- Die professionelle Vorbereitung einer Präsentation
- Perfektes Visualisieren - die Wahl der richtigen Medien
Die professionelle Vorbereitung
Einer Präsentation ist die Basis für Ihren Erfolg. Erst wenn Sie wissen, wer Ihr Publikum sein wird, was die Präsentationsgäste zu Ihrem Thema schon wissen und was sie noch wissen sollten, lässt sich mit der Planung der Präsentation beginnen. Werden Sie sich auch klar, mit welchen Widerständen und Zweifeln der TeilnehmerInnen Sie zu rechnen haben werden und planen Sie rechtzeitig Gegenstrategien.
"Rechtzeitig" ist überhaupt ein Schlüsselwort für Ihren Erfolg: Unterschätzen Sie nie den Zeitbedarf für die Vorbereitung und beginnen Sie damit rechtzeitig.
- Step 1: Formulierung eines genauen Zieles
Was wollen Sie durch diese Präsentation erreichen? Legen Sie Ihre Präsentationsziele fest und formulieren Sie diese so exakt wie möglich. Verwechseln Sie nicht Thema und Ziel Ihrer Präsentation. - Step 2: Wer sind die TeilnehmerInnen?
Je mehr Sie über die TeilnehmerInnen an Ihrer Präsentation wissen, desto exakter können Sie Inhalte auf diese zugeschnitten aufbereiten und Ihre Präsentation dadurch interessant gestalten. Umso konkreter können Sie sich auf zu erwartende Problematiken vorbereiten. Stellen Sie sich hier auch eine einfache Frage: "Was würde ich als Teilnehmer von der Präsentation erwarten?" - Step 3: Struktur der Präsentation
Je klarer eine Präsentation strukturiert ist, desto größer ist Ihre Chance zur Erreichung Ihrer Ziele. Eine Grundregel lautet - Einleitung, Hauptteil, Schluss: jede dieser Phasen einer Präsentation hat Ihre entscheidende Funktion.
In der Einleitung muss es Ihnen gelingen, "einen Draht" zu Ihren ZuhörerInnen zu gewinnen. Auch für Präsentationen gilt: der erste Eindruck ist oft der Entscheidende. Überlegen Sie sich also etwas, das gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit Ihrer Gäste erregt und diese in die Präsentation zieht. Hilfreich sind hier Fragen an die Zuhörer oder In-Ausicht-Stellen von Nutzen. Hilfreich, aber nicht ungefährlich sind provokante oder überraschende Äußerungen.
Sachlich lautet Ihr Ziel für die Einleitung, die Grundstruktur der Präsentation und die Präsentationsziele klar zu machen - das erzeugt ein Gefühl des Überblicks und der Sicherheit bei Ihren Gästen.
Im Hauptteil legen Sie nun die Hauptpunkte der Präsentation dar. Sie müssen Ihr Publikum systematisch von Punkt zu Punkt Ihrer Präsenation führen und erst, wenn ein Punkt wirklich abgeschlossen ist, zu einem nächsten wechseln. Hilfreich dazu: immer wieder kurze Zusammenfassungen der wesentlichen Inhalte bieten. Wichtig ist für diesen Teil zu verhindern, dass TeilnehmerInnen aus der Präsentation aussteigen: ändern Sie immer wieder einmal Ihren Platz, Ihre Stimmlage oder Ausdrucksweise. Visualiseren Sie Ihre Inhalte - lesen Sie dazu mehr im Teil Präsentationsmedien. Integrieren Sie Ihr Publikum, indem Sie immer wieder Fragen stellen oder zumindest durch persönliche Anreden oder Blicke.
Der Schluss einer Präsentation gehört der nochmaligen Zusammenfassung der wesentlichsten Inhalte der Präsentation. Lassen Sie keine Fragen offen und bedenken Sie: der letzte Eindruck bleibt. Planen Sie jedenfalls genügend Zeitraum für abschließende Fragen oder Diskussionen.
Perfektes Visualisieren - die Wahl der richtigen Medien
Die Anschaulichkeit Ihrer Inhalte und Argumente entscheidet darüber, ob PräsentationsteilnehmerInnen Ihnen folgen können und damit letztlich auch über Erfolg oder Misserfolg Ihrer Präsentation.
Es gibt eine breite Palette an visuellen Hilfsmitteln, hier finden Sie die wesentlichen Vor- und Nachteile der drei zentralen Medien im Überblick:
Flip-Chart
Die Vorteile:
- Interaktives Arbeiten mit den Teilnehmern möglich
- Leicht zu handhaben
- Ergängungen jederzeit möglich
- Wiederholungsmöglichkeit der Charts
- Entwicklungen lassen sich einfach darstellen
- Spontane Darstellungen problemlos möglich
Die Nachteile:
- Fehlender Blickkontakt zum Publikum
- Nur für kleine Gruppen einsetzbar
- Schwierige Archivierung
- Ungewohnter Schreibstil
- Oft schwierige Lesbarkeit (Handschrift)
Tageslicht-Overhead-Projektor
Die Vorteile:
- Einfache Handhabung, vom Präsentator selbst zu bedienen
- Großer Abbildungsmaßstab
- Keine Raumabdunkelung notwendig
- Blickkontakt zum Publikum
- Einsetzbar auch bei einer großen Teilnehmerzahl
- Einfaches Erstellen und Kopieren der Folien
Die Nachteile:
- Das seitenrichtige Auflegen der Folien kann ungeübte Präsentatoren ablenken
- Statische Bilder (Entwicklungen lassen sich nur folienweise präsentieren)
Multimedia-Projektor
Entscheidend ist, dass Sie Visualisierungsmittel wählen, mit denen Sie sich sicher im Umgang fühlen. Diese Sicherheit strahlt aus und wird von Ihrem Publikum (unbewusst) positiv bewertet.
Zum Schluss noch ein Praxis-Tipp: Jeder Präsentator, der einmal erlebt hat, wie auf Grund technischer Schwierigkeiten die geplante Multimedia-Projektion nicht durchführbar war, schätzt - für wichtige Präsentationen - einen Satz Sicherheitsfolien.


